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Daniels Weltreise

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Sa
11
Dez '10

Gegen den Strom

Tauchen auf Galapagos. Auf Grund der starken Strömungen angeblich eine besondere Herausforderung. Aber für mich ein absolutes Muss. Das Tauchcenter ist sehr gut ausgerüstet. Das Team – wie so oft – macht großen Spaß. Da das Wasser teilweise nur 16°C hat ziehen wir mit 7mm Neopren und Haube los. Wir fahren mit dem Boot zu den Tauchspots. Dive Master Alex ist sehr erfahren und kennt sich bestens aus – er taucht seit Jahrzehnten auf Galapagos. Ich fühle mich wohl bei ihm, auch wenn ich wegen des schweren Seegangs und der starken Strömungen ein wenig aufgeregt bin. Der angekündigte Testtauchgang findet nicht statt, wir gehen gleich aufs Ganze. Ok, ich hoffe, meine Gewichte passen.
Rolle rückwärts vom Boot, alles Bestens, die Taucherbrille sitzt. Das kalte Wasser rinnt mir den Rücken herunter. Dann gehts runter. Am vulkanischen Riff. Alles halb so wild. Zumindest in Floreana.
Am nächsten Tag geht es nach Gorden Rocks, die angeblich anspruchvollste Diving-Site. Ich habe Probleme mit der Maske, aus irgendeinem Grund läuft ständig Wasser herein. Nachdem ich alle Haare unter die Haube gestopft habe, tauche ich ab. Die anderen sind schon unten. Die Sicht ist schlecht, ich bin bereits stark abgetrieben. 10m, niemand zu sehen. Ok, Ruhe bewahren. 15m, Immer noch nichts alles Wasser. Ich habe keinen Tauchcomputer dabei. Mist. Also gut, wir schaffen das, runter auf die instruierten 25m. Und ab in die richtige Richtung, das Riff an der rechten Schulter. Ich habe keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen ist. Die Sicht bleibt schlecht. Wow, da sind sie, die Hammerhaie! Mindestens 8 Stück! Vor lauter Freude vergesse ich meine Misere. Komme allerdings gleich wieder auf den Boden der Realität zurück. Ok, schnell ein paar Fotos geschossen, über die schlechte Sicht geärgert, weitergepaddelt. Ich sehe die nächsten großen Umrisse. Und… Gott sei Dank, da sind sie ja! Na also, alles noch mal gut gegangen. Und die Hammerhaie, Mantas, Galapagos-Sharks und Schildkröten entschädigen für alles.

Zum Thema Strömungen: Sie sind wirklich verdammt stark. Wenn man bei der schlechten Sicht mal kurz nicht aufpasst, ist man alleine. In “La Punta” bei Seymour Norte war die Strömung sogar so stark, dass mein Regulator zum Flattern angefangen hat. Und kalt ist es. Verdammt kalt. Aber die unglaubliche Trefferquote an großem Seegetier ist das alles Wert!

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